We love you

- A musical comedy about friendship, love and penny-lovers.

Zwei Brüder, der eine Anwalt und frisch geschieden, der andere das Gegenteil. Im Spielerparadies Saint‘s Ville wollen sie über Nacht ihr Leben auf Vordermann bringen. Doch während Linus einem Guru auf den Leim geht und sich Veith mit der Bardame verschwört, landet der große Gewinn ganz woanders.

 

Nach der gelungenen Premiere im Dezmber, ist mein Musical wieder am 18.5., 19.5, 25.5. und 26.5. in Augsburg zu sehen! Alle Infos dazu hier.


Die Story

Es ist kein guter Freitag für Linus: Als er nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommt, möchte er eigentlich nur ein Bier mit seinem kleinen Bruder Vaith in der Bar ums Eck trinken gehen. Aber daraus wird nichts, da seine Frau Edna andere Pläne für Linus' Abend hat. Als Vaith schließlich auftaucht, kommt es zur Eskalation und die beiden Brüder beschließen, an diesem Abend doch richtig feiern zu gehen. Und das nicht in ihrer Stammkneipe, sondern in Saint's Ville, der ultimativen Vergnügungsstadt mit Kasinos, Bars, Hotels und Laster.

In Saint's Ville angekommen landen Linus und Vaith zunächst in einer beschaulichen Kneipe, wo sie über ihr Leben und alte Zeiten philosophieren. Nachdem sie sich allerdings etwas Mut angetrunken haben, wagen sie sich ins Kasino und – wie soll es anders sein? - gewinnen beim Roulette. Doch wie es immer so ist mit Menschen, die unerwartet und schnell zu Reichtum gekommen sind, gibt es auch immer andere Menschen, die ihnen das Geld genauso schnell wieder abnehmen wollen. In unserem Fall ist das der Guru Robert Evans, der Glück verkauft. FürVaith einfach nur ein kleiner Gauner, aber Linus zeigt sich recht empfänglich für die Botschaften des Gurus. Jede Menge Konfliktpotential also, das vom steigenden Alkoholpegel immer weiter angefacht wird. Schließlich geht es um so entscheidende Fragen im Leben wie den Wert der Freundschaft und die eigene Entscheidungsfreiheit.

 



Das Projekt

Wie kommt man auf die Idee, ein Jahr seines Lebens darauf zu verwenden ein Musical zu schreiben? Das wurde ich in letzter Zeit verdammt oft gefragt. Den Anstoß dazu gaben mir wohl meine ersten Semesterferien.
Im Februar 2015 erlebte ich etwas völlig neues: Zwei Monate Freizeit. Keine Verpflichtungen, keine Fremdbestimmung, nur ein wenig Knotentheorie, ein bisschen Arbeiten und Musik machen. Das war der Plan. Herrlich. Und langweilig, wenn man mal ehrlich ist. Also traf ich mich mit vielen Freunden und Bekannten, um neue Erfahrungen zu sammeln und mein "Leid" zu klagen. Eine davon war meine Tante, die bei einem Gläschen hipper alternativer Cola meinte: "Dann schreib doch ein Musical." Nachdem wir beide den Vorschlag an dem Abend nicht ganz ernst nahmen, ließ mich der Gedanke in der folgenden Woche allerdings nicht mehr los. Und irgendwann stand es fest: Ich werde ein Musical schreiben.

 

Der nächste Schritt war deutlich komplizierter: Über was soll ich schreiben? Mein erster Gedanke war, etwas völlig absurdes zu machen, über das noch niemand ein dramatisches Werk geschrieben hatte. Und nach etwas Brainstorming sah ich vor mir einen jungen Herrn in den frühen 20ern, dessen Leben von Stress und Leistungsdruck geprägt ist und der daher beschließt, einen Cut zu machen, den ganzen Tag im Bett zu verbringen und einfach mal nichts zu tun. Vielleicht trinkt er vor der Pause noch eine Cola und schaltet im Höhepunkt den Fernseher an. Na ja, dabei gab es zwei Probleme: Mir fiel keine Musik dazu ein und zweitens wäre es wohl auf eine musikalische Interpretation von Samuel Becketts "Warten auf Godot" hinausgelaufen, was im Allgemeinen nicht zu den spannendsten Stücken zählt. Somit wurde der Gedanke schnell wieder verworfen und ich wand mich einem neuen Thema zu, das mich ebenso beschäftigte: Geld.

 

So fügte sich Stück für Stück die Story zusammen, teils auf Grundlage von Songs, die ich unbedingt integrieren wollte, teils auf der Grundlage von kleinen Bildern, die ich vor meinem geistigen Auge sah und die mich zum Lachen brachten. Im Allgemeinen kann man sagen, dass sich in „We love you“ alles wiederfindet, was mich in diesem Jahr bewegte: Lebensziele, Liebeskummer, Geld und Sarkasmus.

Um die Verständlichkeit für ein internationales Publikum zu gewährleisten, werden dabei die englischen Songtexte von deutschen Dialogen ergänzt.

 



Die Musik

Woher nimmst du die Ideen für deine Songs? Auch so eine Frage, die mir öfters gestellt wird. Immerhin haben es 31 Songs in "We love you" geschafft und es sind nochmal genau so viele als "Ausschuss" entstanden.
Einfach gesagt brauche ich Inspiration und damit kommt die musikalische Idee. Das kann eine coole Punch-Line sein, die mir nicht mehr aus dem Kopf geht, wie z.B. "We love you". So eine Phrase kreist dann mehrer Stunden, teilweise Tage in meinem Kopf, bis ich sie richtig rhythmisiere und Musik dazu im Kopf habe. Es können auch Gegenstände, Situationen (wie z.B. überkochende Milch) oder Orte (z.B. das Rotlichtviertel in Amsterdam) sein, die Quellen der Inspiration sind. Und Gefühle wie Hass, Geborgenheit, Liebe, Anspannung etc. Und selbstverständlich habe ich auch oft andere Songs beim Schreiben im Kopf, insbesondere Stevie Wonder und Jan Delay dürften es bei "We love you" sein.
So entstand ein spannender Mix aus Jazz und Funk gepaart mit etwas Hip-Hop und popigen Phrasen, dem genau das gelingt, worauf es mir bei Musik ankommt: Er vermittelt pulsierende Energie.

 

 



Auf der Bühne

Wo zu Beginn nur eine Studio-Aufnahme geplant war, meinten mehrere Mitwirkende irgendwann, dass man das Ding auf die Bühne bringen müsse. Mit dem theter ensemble waren bald eine passende Plattform und richtigen Leute gefunden, die Lust auf eine eigne Premiere und die Kapazitäten für ein solches großprojekt haben. Verena Gawert und Iris Schmidt als Regisseurinnen, Diana Wöhrl als Choreographin und Leif Eric Young als künstlerischer Leiter, die mit jahrelanger Erfahrung auf und hinter der Bühne die ideale Ergänzung zu meinen musikalischen Ideen bilden, vervollständigen das Team.
So feierten wir am 14.12.17 Premiere.
Tickets für die Wiederaufnahme gibt es unter http://theter.de/karten

 



Das Ensemble

Buch und Musik: Florian Hartz
Additional Lyrics: Verena Gawert & Iris Schmidt
Regie: Verena Gawert & Iris Schmidt
Musikalische Leitung: Florian Hartz & Leif Eric Young
Regieassistenz: Lukas Michael Ullmann
Assistenz der musik. Leitung: Franziska Pux
Choreographie: Diana Wöhrl & Johanna Drueszler
Bühnenbild: Amelie Seeger
Grafikdesign: Ines Flögel
Licht: Leif Eric Young

Ton: Daniel Müller

Linus, ein selbstständiger Anwalt: Korbinian Kramer
Edna, seine Frau: Amelie Seeger
Veith, Linus Bruder: Moritz Gawert
Lou, das Mädchen von der Tankstelle: Ana Stankovic
Der Guru: Maximilian Mayer
Ara Stark, Geschäftsführerin des Babylon: Johanna Walleser
Mona, eine junge Barkeeperin: Amelie Seeger
Verkäufer: Mario Passow

Ensemble: Richard Richter, Sara Gina Joas, Julian Bense, Ana Stankovic, Franziska Pux, Mario Passow, Johanna Drueszler, Daria Welsch, Sophia Hertle

 

The Love Affair Orchestra:

Felix Birzele - Gitarre

Lukas Langguth - Keys

Florian Hartz - Bass

Nikolai Seild - Drums

Johnny Holzhauser - Percussion und Vibraphon

Milena Hermann - Alt-, Tenor- und Bari-Sax

Julia Huber - Posaune

Metthias Metzger - Trompete

 

 



Pressestimmen

"Der Komponist hat für jede Lage und jeden Seelenzustand der Protagonisten flotte rockig-funkig-jazzige Songs geschrieben, die das Musical entfernt etwa an die Rocky Horror Picture Show anklingen lassen. Es ist dennoch eine eigene  höchst bemerkenswerte Komposition, die Florian Hartz da vorlegt und für die Uraufführung mit der durch Bläser verstärkten 8-köpfigen Band auch musikalisch hervorragend umsetzt."
- Halrun Reinholz in der DAZ vom 13.12.17

 

"Eingespielt werden die Songs von der achtköpfigen Jazz-Funk-Band "The Love Affair Orchestra", der es mit dem ersten Akkord gelingt, dem Stück eine klare ästethische Richtung zu verleihen."
- Alexander Rupflin in der Augsburger Allgemeinen vom 14.12.17